Samstag, 13. Januar 2018

BerlinVokal - live in Concert im Tempodrom




Kaum hat das Jahr 2018 begonnen, schon spielt BerlinVokal live in Concert im Tempodrom!



Nach Konzerten in der Philharmonie und auf verschiedenen Bühnen New Yorks gesellt sich nun seit dem 8. Januar also auch das Tempodrom zu den großen Veranstaltungsorten des Chores. Eine ganze Armee technischen sowie Sicherheitspersonals sorgte dafür, dass die erwarteten Konzertbesucher im Zuschauerraum blieben, während sich BerlinVokal im Backstage-Bereich mit Einsingübungen, Körper- und stimmlichen Lockerungen, dem Ansingen einiger Passagen sowie letzten Instruktionen durch die Chorleiterin auf seinen großen Auftritt vorbereitete.


Unter der beeindruckenden, zeltartigen Kuppel des Tempodroms kam Bewegung in die Sitzreihen. Der Zuschauerraum füllte sich mehr und mehr mit jungen und alten, vor allem aber gut gelaunten Menschen, die auf ihren Sitzen Platz nahmen und erwartungsvoll Richtung Bühne schauten, die BerlinVokal gleich mit 22 Sängerinnen und Sängern betreten und besingen würde.


Jede Menge Technik ließ auf eine professionelle, akustische Unterstützung sowie eine optimale Ausleuchtung auf der Bühne hoffen, was schon eine beeindruckende Kabelage hinter der Bühne versprach. 
Während wir ja auch schon unplugged in der Alten Bahnhofshalle unsere A capella-Musik zum Besten gegeben hatten, war die technische Ausstattung im Tempodrom damit wohl die bislang größte. Und das alles nur für uns ...
















                                                                                      ... na ja, nicht ganz ... außer uns war da auch noch ein ca. 80-köpfiges Orchester u. a. incl. professionellen Streichern, blechernen Bläsern, zweierlei Bässen, sagenhaften Quer- und Piccoloflöten, coolem Schlagzeug, wirkungsvollem Vibraphon, dezenter Harfe und vielfältigem Piano auf der Bühne. Und - über allen Mitwirkenden hing eine große, stabile Leinwand, um die Zuschauer den Film des Jahres 2017 - La La Land - in einer Liveshow genießen zu
lassen. Nachdem der Film 6 Oscars abgeräumt hatte – u. a. für die beste Filmmusik und den besten Song – war für BerlinVokal klar, dass wir Teil des musikalischen Ganzen sein wollten, wenn die Konzert-Tour mit ihren neun Shows in Deutschland und Österreich in Berlin Halt macht. Und so bot sich die Möglichkeit, den Filmhit ganz neu zu erleben: mit einer musikalischen Untermalung durch ein Symphonieorchester und BerlinVokal.

Spannend in diesem Rahmen war die Notwendigkeit, filmsynchron zu sein. Doch wie so oft bot die Technik Unterstützung, indem über Monitore, Ton- und Lichtimpulse sowie In-Ear-Kopfhörer die notwendigen Voraussetzungen für optimale Synchronizität geschaffen wurden. In der letzten Probe vor der Show wurde deutlich, dass weitaus mehr als ein Dirigent hinter dem Konzert steckt, denn schräg hinter dem Dirigenten stand noch jemand mit einem Tablet in der Hand, der alles genau mitverfolgte, sich mit dem Dirigenten beriet und vermutlich dazu in der Lage gewesen wäre, mit der Pultbeleuchtung der Musiker zu blinken, wenn er nur gewollt hätte.

Einzig die Tatsache, dass wir hinter der Leinwand saßen und die meisten von uns daher den Film (den wir aber natürlich bereits gesehen hatten) nicht mitverfolgen konnten, war ein bisschen schade. 
Dafür bot sich die Gelegenheit, mit dem Blick auf die letzte Reihe des Orchesters neue Perspektiven zu gewinnen ...



Alles in Allem war die Show im Tempodrom eine coole Sache, eine spannende Erfahrung und ein weiteres Highlight in der Vita von BerlinVokal!

Donnerstag, 11. Januar 2018

Bestellung eingetroffen

Nachdem im Tenor 2017 wieder ein Platz frei geworden war, wollten wir uns dieses Mal das ganze mühselige Aufnahmeprocedere sparen und haben anstelle eines umständlichen Auswahlverfahrens einfach einen Tenor beim Sängerbestellservice bestellt:


Im Oktober traf die Bestellung nun ein und wir freuen uns, dass das Modell ohne Ecken und Kanten in Berlin-Zehlendorf eingetroffen ist. Insofern kann ich nur sagen: Toll, dieser Sängerbestellservice!







Montag, 9. Oktober 2017

Berliner Chortreff 2017



Wir freuen uns sehr über einen 3. Platz, über das Jury-Urteil: „…mit sehr gutem Erfolg teilgenommen“ und die hohe Bewertung: 22,4 von möglichen 25 Punkten!

Und wir gratulieren herzlich „Zimmmt“, die einen grandiosen Auftritt hingelegt haben und Berlin in unserer Kategorie beim deutschen Chorwettbewerb im Mai 2018 in Freiburg vertreten werden!

Irgendwie und sowieso sind wir auch dabei: Denn unsere Chorleiterin Nane belegt mit ihrem all-female-a-cappella-Ensemble „petitfour“ den 1. Platz in der Kategorie „Vokalensembles - Populäre Musik“ und fährt ebenfalls nach Freiburg!

Bravo! Wir drücken euch allen ganz fest die Daumen!

Dienstag, 4. Juli 2017

Sommerkonzert 2017: VORHER - NACHHER


Was man nicht alles für ein Konzert tut ... es passiert ganz viel vorher, damit wir nachher davon ausgehen können, dass unser Publikum zufrieden nach Hause geht. Was das konkret für den 02. Juli 2017 hieß? Das hieß ...

... VORHER:

Noten kaufen – pünktlich kommen Stimme warmmachen einsingen – Töne finden – Rhythmen verstehen – auf Aussprachen einigen – stimminterne Einigungen erzielen – Phrasen verstehen – Interpretationen umsetzen – Lautstärken abgleichen – Bewegungen abstimmen – Soli verteilen Choreografien ausdenken – zu Hause üben Positionen einnehmen – sich an Bühnenpositionen erinnern – Ansagen ausdenken – Töne putzen – sich versingen sich ärgern einen Schluck Wasser trinken nochmal in den Noten nachlesen – geeignete Bühne finden - sich auf der Bühne orientieren – spontan ausfallende Sängerinnen und Sänger ersetzen – Reihenfolgen merken – Auf- und Abgang üben – Schnelldurchlauf durchstellen – Bühnenaufstellungen überarbeiten Einzeltitel wiederholen – ältere Titel in Erinnerung rufen – wiederholen – wiederholen – wiederholen ...



Sommerkonzert in der Friedenskirche Charlottenburg

NACHHER:
Applaus genießen – Verbeugen – glücklich die Bühne verlassen – Schweißtropfen wegwischen – beim Afterglow Kontakt zum Publikum haben – erste Rückmeldungen erhalten („Ich bin auf einem Klangteppich durch den Sommerabend geschwebt: danke, BerlinVokal“) – Umziehen – bei der Friedenskirche bedanken – gemeinsam in ein Restaurant einkehren – sich über erste Eindrücke austauschen – spontan 2-3 Titel im Lokal singen – Restaurantgästeapplaus genießen – erschöpft, aber zufrieden ins Bett fallen!


Montag, 3. April 2017

BerlinVokal in Klausur

Der Begriff „Klausur“ ist lateinischer Herkunft. Wer in Klausur geht, der zieht sich zur Konzentration auf eine Aufgabe zurück. Das kann eine meditative innere Einkehr sein, um der Seele Gutes zu tun. Die Klausur kann aber auch der Bewältigung einer gemeinsamen Aufgabe dienen. In unserer Klausur des Proben-Wochenendes fanden wir beides, unter anderem in dem neuen Stück „Save your soul“.
Welcher Ort könnte für ein Proben-Wochenende geeigneter sein als Kloster Lehnin? Die Gemeinde liegt „im Herzen der Mark Brandenburg“ – südwestlich von Berlin und nicht weit von Brandenburg entfernt.  Wahrzeichen ist das 1180 gegründete Kloster Lehnin, das älteste Zisterzienserkloster der Mark, das wir allerdings dieses Mal bei intensivem Probenkalender nicht besuchten, wir waren ja „in Klausur“.
Das Gästehaus am Klostersee ist ein uns vertrauter Ort. Bei den phantastischen Sonnenuntergängen des Proben-Wochenendes ist es zugleich ein verträumter Ort, an dem man auftanken und aufbauen kann. Das taten wir dann auch: Wir genossen ländliche Stille, gemeinsame Klänge, chorisches Atmen, kulinarische Freundlichkeit und innere Einkehr. Andere im Gästehaus anwesende Gruppen taten es uns gleich und suchten gleichfalls ihre Erfüllung: einige, wie wir, im Gesang; andere in kreativem und handwerklich beeindruckendem Nähen – mit einer Ausdauer, die uns allen Respekt abverlangte.
Lehnin war für uns ideal für einen Rückzug aus dem Alltag und die Konzentration auf die Probenarbeit. Wir konzentrierten uns auf innere Werte des Chorgesangs, die da heißen: Dominant-Sept-Akkord,  15-Achtel-Takt, Bühnenpräsenz, Resonanzräume und Twang (sprich: Twäng). Die mit dem Twang einhergehende Verengung des Kehlkopftrichters haben die meisten von uns dank des rappenden Warm-up am frühen Morgen unbeschadet überstanden.  – Das tat gut!
So gerüstet konnten wir uns auf die Erweiterung und Vertiefung unseres Repertoirs konzentrieren und darin gute Fortschritte machen. Wir haben aber auch im abendlichen Miteinander den inneren Halt gefestigt. So eine Klausur ist eben insgesamt eine gute Sache: „Save your soul!“

Montag, 20. Februar 2017

When Gretel met Al ...

Am 19. Februar 2017 machten sich über 600 Menschen auf, um sich Richtung Tiergarten zu bewegen. Sicherheitshalber steckten sie noch eine Scheibe Brot ein, falls es etwas länger dauert, schließlich gab es keine klaren Zeitvorgaben für das Bevorstehende. Und nach dem Wissen über Gretel und der Neugier auf Al ... war das mehr als angemessen. 

Irgendwann tauchte zwischen den Bäumen tatsächlich das Pfefferkuchenhaus auf ... gut, es war ein paar Mal generalsaniert worden und schien dabei auch ein Upgrade der Raumfläche erfahren zu haben. So präsentierte sich ebendieses Haus am Sonntag als prächtiger Kammermusiksaal und bot an diesem Sonntagnachmittag Raum für jede Menge Musikinteressierte.

Nach einem Vorstellungsgesang aller drei Chöre, die Ausschnitte aus ihrem musikalischen Programm stimmlich übereinander legten, verschwanden zwei Chöre wieder in den Katakomben des Kammermusiksaals, während Spirited sein Soloprogramm begann. Der Zuschauer erfuhr von den Gebrüdern Grimm nie erwähnte Details über Gretels Vita sowie das Kennenlernen von Al ...

Die erste halbe Stunde war schnell vorbei und BerlinVokal betrat die Bühne, um über Gretels weiteren Werdegang sowie deren weitere Eskapaden zu berichten. Außerdem wollten wir dann endlich auch das Original von Häns-Al und Gretel singen:

Mit sechs Titeln brachte BerlinVokal einen kurzen Querschnitt aus dem Repertoire im Rahmen der Sonntagskonzertreihe auf die philharmonische Bühne und zog sich dann vorübergehend zurück, um zimmmt das Parkett zu überlassen, die nun auch endlich Al (Jarreau) ‚zu Note kommen‘ ließen. Erst zum letzten Titel betraten wir erneut die Bühne, um das geschätzte Publikum zu entlassen, wie wir es begrüßt hatten: mit einem gemeinsamen Titel ,That ever I saw‘ und vielleicht auch noch mit ein paar Brotkrumen in der Tasche ...


Seit längerer Zeit haben wir damit wieder einmal - auf den Spuren von Hänsel und Gretel sowie als kleine Hommage an den in Februar dieses Jahres verstorbenen Al Jarreau – den Kammermusiksaal bespielt. So schön es allerdings war, das nächste Konzert findet voraussichtlich wieder auf einer etwas kleineren Bühne und mit mehr BerlinVokal statt, um auch wieder andere Konzertformate zu bedienen. Insofern lohnt es sich also, unseren Blog oder unsere Website von Zeit zu Zeit zu besuchen, schließlich wird dieser Beitrag auch noch durch Fotos ergänzt ...

Wer allerdings noch einen Kommentar für das Konzert hat, der kann diesen natürlich – wie immer – auch jetzt schon hier hinterlassen ... 

Zu guter Letzt: Wer unser Konzert zum Anlass nehmen möchte, noch einmal das Original-Märchen (natürlich außerhalb von unserem Blog und unserer Verantwortung) nachzulesen, der wird hier fündig. Wer weiß, vielleicht war der Kammermusiksaal ja doch nicht das ehemalige Hexenhäuschen ...!?